Streambier2: Die Berliner Weiße (Brautag, Gärung, Flaschenabfüllung)

Hier an dieser Stelle möchte ich mich erstmal für alle Zuschauer des Streams und das nette Feedback in den Foren, per Email oder im Chat bedanken. Von vielen Seiten habe ich sehr  positive Rückmeldungen erhalten, schön dass es euch gefallen hat. Wenn ihr im Nachhinein noch weitere Verbesserungsvorschläge, Kritik o.ä. habt schreibt mir doch bitte eine Mail unter „freubreu@googlemail.com“ Wenn euch dieses Format gefällt schreibt mir doch.

Zur Berliner Weiße. Den Brautag könnt ihr über folgende Aufzeichnungen nochmal anschauen:
Teil 1/2
http://de.twitch.tv/advanced1337/b/327518610
http://de.twitch.tv/advanced1337/b/327530031

Die Gärung der Berliner Weiße ist durch die Lactobacillen etwas besonderes. Die Organismen führen Anfangs eine Gärung durch, bilden dabei Milchsäure. Die Lactobacillen gären so lange, bis der PH-Wert welcher regelmäßig kontrolliert wird unter pH=4 fällt. Danach wird die Hefe dazugegeben. Die Gärung nehme ich dieses mal in einem Zeitraffer (1Bild/Min) auf. Live könnt ihr dort auch reinschauen!
https://www.dropbox.com/sh/mzk0a83g0n8317f/4UIRczz1es#/
Sobald die Gärung abgeschlossen ist werde ich eine Zeitrafferaufnahme aus den Bildern entwerfen.

Im großen Behälter sieht es so aus:

 

Ich meld mich, sobald es etwas neues gibt – Grüße,
Fabian

von Freubreu Veröffentlicht in Bier

Erster Brautag mit Livestream! (Ursprüngliche Berliner Weiße und Braun Abbey Ale) Brautag am 05.08.2012

Streamtag am 05.08.2012  – Start 10:00!

Mein neues Projekt ist ein Brautag welcher mittels Webcam in einem Onlinestream übertragen wird. Ihr habt dabei die Möglichkeit, über einen Chat fragen zu stellen. Seht es einfach als eine Art Brauseminar. Da ich zwei Biere braue und das erste alles andere als Normal gebraut wird bin ich mal gespannt, ob das alles gut geht 😉 Weiterhin habe ich mit dem Brauen in Verbindung mit einem Onlinestream keine Erfahrung, für Ausfälle, Fehler oder wirres Zeug entschuldige ich mich schon jetzt 😉
Der Stream wird aufgezeichnet und wird automatisch nach beenden des Streams auf der Stream-Seite als Video zur Verfügung stehen.

Zu den Zugängen. Den Stream findet ihr unter folgender Adresse:
http://www.twitch.tv/advanced1337

Den Chat erreicht ihr unter dieser Adresse:
http://webchat.quakenet.org/
Als Name könnt ihr hier einen wählen, unter Channels tragt ihr  „Hobbybrauer“ ein.

Die ursprüngliche Berliner Weiße
Andreas23 aus dem Hobbybrauer-Forum startet in Berlin ein interessantes Projekt – er will die ursprüngliche Berliner Weiße wiederbeleben und im kleinen Maßstab vertreiben. Die Aktion stößt auf große Begeisterung, man kann Andreas im Internet unterstützen:
http://www.inkubato.com/de/projekte/bogkbier

Aufgrund dieser Aktion habe ich mir für den nächsten Brautag auch eine Berliner Weiße vorgenommen, dass Rezept ist durch Rücksprache mit Andreas enstanden. Der Sud wird mit Lactobacillen angesäuert, mit Hefen vergoren und für die Nachgärung wird eine dritte Kultur, die Brettanomyces-Hefe hinzugegeben. Die nötigen Kulturen bekomme ich dafür von Andreas auf Schrägagar. Die Lactobacillen, welche natürlicher weise auf Malzkörnern vorkommen werden in einem Starter für den Brautag vermehrt.

Die Schüttung



Zu dem Maischeprogramm muss man etwas erklären. Die Rasten-Temperaturen werden NICHT mittels Gasbrenner erhöht. Es werden vor der nächsten Rast berechnete Mengen Dünnmaische über den Panzerschlauch durch den Hahn abgezogen, aufgekocht und dann zurückgeführt. Diese Menge an Dünnmaische soll dann den gesamten Sud auf die nächste Temperatur anheben. Während der zweiten Dünnmaische-Kochung wird der Hopfen hinzugefügt und mitgekocht. Das eigentliche Hopfenkochen fällt weg, der gesamte Sud wird nach dem Maischen/Läutern nur kurz aufgekocht damit das Eiweiß ausfällt und der Sud steril wird.

Die Gärung
Der runtergekühlte Sud wird mit dem Lactobacillen-Starter angesetzt. Erst wenn der PH unter 4 fällt, wird die Hefe dazugegeben. Wenn der Sud ausgegoren ist wird in Flaschen abgefüllt und mittels einer Spritze eine gewisse Menge an Brettanomyces eingespritzt. Die Flaschen werden dann mindestens drei Monate gelagert. In dieser Zeit bilden sich interessante Brett-Arome welche auch in der ursprünglichen Berliner Weiße zu finden waren!

Schritt 1 – der Lactobacillus-Starter
Wie schon erwähnt nutzt man die natürlich vorkommende Lactobacillus-Bakterien welche auf dem Pilsener-Malz vorkommen. 50°C ist dabei deren Wachstumsoptimum, ihr Gärprodukt ist Milchsäure welche das wässrige Milleu ansäuert und dadurch andere Bakterien& Hefen hemmt. Die Lactobacillen setzen sich daher durch, vermehren sich da das Malz als Substrat dient.

Bei 55°C wird „eingemaischt“, die Temperatur fällt dabei auf zirka 50°C

Die Thermoskanne hällt die Temperaturen länger, während die erste Milchsäure produziert wird. Bis zum Wochenende haben sich die Lactobacillen perfekt vermehrt, sie sind dann für den Starter bereit!

Das Braun Abbey Ale
Diese Malzpaket habe ich von schnappsbrenner (Simon) als Testbier zugeschickt bekommen.
schnapsbrenner.eu
Er entwickelt mit Castlemating neue Malzpakete (Rezepte) wo ich gerne mit einem Versuch mithelfe. Da ich nicht weiß welches Malz/Hopfen eingesetzt wird kann ich euch dazu auch keine Infos geben. Mal schauen was dabei rauskommt 😉

Soweit sogut, ich berichte sobald es was neues gibt.

Grüße,
Fabian

von Freubreu Veröffentlicht in Bier

Das Projekt eines Hobbybrauers: Die ursprüngliche Berliner Weiße

Ein befreundeter Hobbybrauer plant schon länger ein Projekt. Er will die ursprüngliche Berliner Weiße wiederbeleben und im kleinen Maßstab in Berlin anbieten. Was ganz exklusives, mit Lactobacillus/Lactococcus/Saccharomyces cerevisiae und Brettanomyces fermentiert. Sowas kriegt man in Deutschland nur noch als abgespeckte Version. Der Biertyp ist bis DATO ausgestorben.

Nun wagt Andreas das Abenteuer, diesen Biertyp widerzubeleben. Ich wünsche dir dabei alles Gute, die Sache rollt und in Deutschland entsteht etwas mehr Biervielfalt!
http://www.inkubato.com/de/projekte/bogkbier

In seinen Podcasts erzählt er über sein Projekt, übers Bierbrauen und über Biergeschichte. Ein spannender Podcast!
http://cre.fm/cre194

Grüße,
Fabian

Hops grows up! Wachstumsphase

Hallo liebe Freunde des Humulus aus der Familie der Hanfgewächse,

das derzeit bombenmäßige Wetter bietet perfekte Bedingungen für das Wachstum des Hopfens. Heute wurde dieser leicht mit Beerendünger gedüngt, ein bissl Pepp an die Wurzeln 😀 Solangsam beginnt der Hopfen Seitentriebe auszubilden, er wird insgesammt buschiger.

Der Cascade
Der Cascade-Hopfen hatte schon eine stabileres ausgebildeteres Rhizom. Dementsprechend zeigt sich auch ein schnelleres und vitaleres Wachstum. Inwieweit die Wachstumsunterschiede Sortenspezifisch sind kann ich nicht beurteilen. Das Wachstum finde ich allerdings fürs erste Jahr sehr zufriedenstellend.


Der Fuggles
Wie schon angesprochen zeigt sich hier das langsamere Wachstum.

Soweit, so gut. Grüße aus dem Garten,
Sebastian& Fabian

Verkostung: Weizen (Bierhias)

Neben dem Ale-Hefeprojekt lies mir Bierhias aus dem Hobbybrauer-Forum auch ein paar andere Biere zukommen. Da Weizen frisch am besten schmeckt kam dies zuerst ins Glas. Vielen Dank für deine Biere, das fängt ja schon ausgezeichnet an 😉

Das Aussehen: Schaum und Farbe
Das Weizen-Bier läuft goldgelb  bis orange Farben ins Glass, dabei bildet es von Anfang an einen sehr guten stabilen Schaum der eine schöne Cremigkeit aufweist.  Dieser ist auch nach Minuten noch standhaft.

Der Geruch
Im Geruch kommen klare fruchtige Bananenaromen raus die nicht von Nelkenaromen gestört werden. Die Bananenaromen kommen sehr reif und extraktreich rüber. Fast wie eingekochte Bananen. Trotzdem ist dieser Geruch ausschließlich positiv zu sehen.

Der Geschmack
Im Geschmack ist das Bier rund und ausgewogen. Der Bierkörper wird durch eine dezente Restsüße abgerundet, dadurch ist das Bier wenig sauer was ich bei manchen Weizen bemängel. Die Restsüße harmonisiert außerdem gut mit den Fruchtaromen welche sich auch im Geschmack zeigen.

Der Co2 Gehalt ist  perfekt eingestellt  und unterstützt so die gute Schaumbildung. Der Weizenkörper ist sehr gut ausgeprägt und macht Lust auf mehr.

Fazit
Ein sehr besonderes Weizenbier welches uns drei ausgesprochen gut geschmeckt hat. Das milde Weizen mit klaren Bananenaromen, wenig bis gar keiner Nelke harmonisiert perfekt.  (Uns schmeckt die Nelke im Weizen nicht so sehr)

Dieses Weizenbier zählt mit zu den besten Weizenbieren die wir bisher trinken konnte. Sauber gebraut und lecker. Mehr davon!!!!!

Danke von uns drei!,
Sebastian, Christian & Fabian

Jetzt exklusiv von euch das Originalrezept von Bierhias:
http://dl.dropbox.com/u/9419862/Verk%C3%B6stigungen/Wei%C3%9Fbier%20(Bierhias).docx
Habt ihr Probleme mit der docx, schreibt mir ne Mail!

von Freubreu Veröffentlicht in Bier

Rezept und Tasting: Maibock

Was für ein Bier ist passender zum ersten Mai? Genau, der Maibock. Das Rezept wurde von Michael aus dem Hobbybrauerforum kreiert, mehrere Jahre optimiert damit die Balance zwischen Malzkörper und Hopfen ausgewogen ist. Das Rezept findet ihr unter folgendem Link:

Rezept Maibock Obergärig (Klick öffnet Rezept in neuem Tab)

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept
Dieses Bier lebt von der Kombination des herb-citrischen Aroma des Cascade Hopfens und dem würzig-fruchtigen Spalter Select Hopfen.
Mir war wichtig, dass nicht nur der Cascade zum Zuge kommt, sondern auch der Select seine Aromavorteile ausspielen kann. Da musste ich an der Menge hin- und herdrehen, bis es (nach meinem Geschmack) ausgewogen aber trotzdem nicht langweilig schmeckte.

Der Brautag gestaltet sich als unkompliziert. Normale Rastenführung, Läutern ohne Probleme, Hopfengaben, Runterkühlen und ab ins Gärfass. Hier findet eine Variation statt, der Sud wird auf zwei gleiche Teilmengen aufgeteilt:
#1 – Maibock Obergärig (Nottingham) bei ~16-18°C
#2 – Maibock Untergärig (W 34/70) bei ~12-14°C


Tasting – die Unterschiede
Beachtlich sind die Unterschiede der zwei Maiböcke. Obwohl hier der einzige Unterschied die Gärung ist zeigen sich Abweichungen im Schaum, Geruch und Geschmack.

Der Schaum und die Farbe
Betrachtet die Farbe oben im Bild. Bei der Flaschengärung ist der Nachteil zu nennen, dass das Bier unterschiedlich getrübt ist. Ist die erste Hälfte durch die Lagerzeit schon gut geklärt, läuft die andere Hälfte mit zunehmender Trübung ins Glas. Das sieht nicht besonders schön aus, nimmt ebenso Einfluss auf den Geschmack. Die Fassgärung ist hier im Vorteil.

Der Schaum besitzt eine leichte Färbung in Richtung der Bierfarbe. Beachtlich ist hier der Einfluss der Hefe auf den Schaum. Das Obergärige hat einen wesentlich standhafteren Schaum als das Untergärige. Hier fällt der Schaum schnell in sich zusammen.

Der Geruch
Der Geruch zwischen den Varianten weicht ebenfalls voneinander ab. Das untergärige Bier riecht nach Malz in der Nase. Es geht in Richtung mildes Karamell oder Honig. Der Hopfen kommt hier sehr dezent, nicht wahrnehmbar fruchtig daher.
Beim Obergärigen ist der Malzkörper viel weniger ausgeprägt. Der Hopfen ist klar wahrzunehmen und wird mit zunehmender Temperatur intensiver. Man riecht einen fruchtigen frischen Cascade-Hopfen mit deutlichen Zitrusaromen.

Der Geschmack
Allgemein lässt sich sagen dass die Herbe des Hopfens sowie die Hopfenaromen mit dem Malzkörper harmonieren. Der Bock ist ausgewogen und beide Varianten sind keinensfalls mastig süß wie man es von anderen Böcken kennt.

Das Untergärige besitzt einen deutlich wahrnehmbaren Malzköper. Leichten Karamell und Honig. Allerdings eine ausgeprägte Bittere wodurch der Malzköper nicht zu intesiv wird. In einer Blindverkostung würde ich den Cascade-Hopfen wohl nicht wahrnehmen. Das ganze ist harmonisch.

Das Obergärige hat einen schlankeren Malzkörper. Der Hopfen ist sehr viel wahrnehmbarer. Der fruchtige Hopfen und der würzige Spalter sind dominanter und klar wahrnehmbar. Allerdings ist hier ebenfalls eine Balance zwischen fruchtigem Hopfen und Malzkörper gegeben wodurch das Bier ausgewogen wird.

Fazit
Beide Hefen vergären recht neutral. Die W 34/70 erzeugt allerdings einen ausgeprägteren Malzkörper wohingegen die Nottingham mehr Platz für den Hopfen lässt. Beide Biere ansich sind sehr harmonisch und schmecken in unterschiedlichen Situationen& bei unterschiedlichen Temperaturen etwas anders.
Eine Empfehlung von mir ist folgende: Willst du bei dem Bock mehr Gewicht hin zum Malzkörper legen und magst neutralere Biere mit weniger Frucht, braue es untergärig. Willst du einen Bock brauen welcher spritzig frisch schmeckt mit deutlich wahrnehmbaren Hopfenaromen braue obergärig.

Das Bier kommt durchwegs bei allen Leuten super an. Die Leute sind begeistert, der Brauer ebenfalls. Das Rezept ist perfekt ausbalanciert. Einigen ist es gegebenfalls etwas zu Hopfenherb, diese nimmt mit der Lagerzeit allerdings ab. Ich würde dem Obergärigen 6 Wochen Reifezeit empfehlen, das Untergärige kann auch etwas länger lagern.

Gemeinschaftsprojekt Maibock
Im Hobbybrauerforum wurde dieses Rezept als Gemeinschaftsprojekt gebraut. Das bedeutet, die Brauer haben sich alle an das selbe Rezept gehalten. Die Hefen wurden gegebenfalls abgewandelt.

Grima (Obergärig- Nottingham):
Der Maibock gehört auch zu meinen bisher besten Bieren! Sehr guter CO2 Gehalt, abartig geile Cascade-Aromen, die perfekt mit dem leicht würzigen Spalter Select harmonieren.

morpheus_muc (Untergärig- W34/70):

Geschmacklich gefällt er mir gut, leicht malzbetont. Auch schöne Malzaromen in der Nase. Der Hopfen besitzt eine ausgewogene Bittere, ohne dass ich einzelne Hopfenkomponenten herausschmecken würde. Das passt für meinen Geschmack gut diesem dunkleren Bock. Angenehm in der Bittere, nicht nachhängend.

…to be continued

Tasting: Sambas Pale Ale Variante I

Das Review bezieht sich auf das Sambas Pale Ale Variante I- dieses wurde nicht gestopft!

Das Bier wird für dieses Review frisch eingeschenkt. Es kommt aus der Flasche und wurde im 0-Grad-Fach gekühlt. Etwas zu kalt für eine Verköstigung allerdings wird das Bier in der Temperatur gelagert und ausgeschenkt. Ein erfrischendes Sommerbier eben.

Aussehen und Schaumkrone
Das Bier hat letztendlich 6g/L Co2. Das ganze wirkt sehr spritzig und gefällt mir für dieses Bier. Daher wird der Druck so beibehalten.
Das Bier ist gold-gelb und nach kurzer Lagerung noch naturtrüb. Auffallend ist der schneeweiße Schaum. Durch die Haferflocken und die gute Karbonisation hällt sich dieser sehr lange – erwähnenswert ist die cremige Konsistenz.

Geruch
Das Bier hat einen klaren neutralen Geruch und leichte Hopfenaromen. Ingesamt ist es recht neutral geruchlos aber frisch. Eine saubere frische welche wir nicht in Worte fassen können. „Das gelunge an dem Bier ist der saubere neutrale Geruch“

Geschmack
Viele beschreiben in dem Bier eine Süße welche durch den Mais erzeugt wird. Gerade im Glas kann man nicht wirklich von einer ausgeprägten Süße sprechen- wir empfinden es gerade nicht so. Das Bier ist sehr ausgewogen. Die Hopfenbittere ist sehr dezent aber nicht anteilslos. Schwierig zu beschreiben. Umgangssprachlich ein leckeres Sommerbier, mild, dezent hopfig und es läuft gut. Ich finde der Hopfen schmeckt etwas nussig, wie im frische Krombacher aus der Brauerei! LECKER!

Fazit
Das Bier ist perfekt als Session-Bier geeignet. Nichts aufdringliches,was frisches für jeden Anlass. Am Strand? In der Sonne?
Wie auch immer, man kriegt gleich Durst auf mehr!

Vielleicht trifft man sich ja mal und trinkt eins zusammen – ich freu mich drauf,
Fabian

PS. Ein Bier was man am besten im dünnen 0,2l Kölsch-Glas ausschenkt. PROST

Backen nach traditionellem Handwerk!

Heutzutage gibt es kaum noch traditionell gebackenes Brot. Im Supermarkt aber auch bei vielen Bäckern findet man mit Hilfe von Enzymen aufgeplusterte Brote. Mit Zusatzstoffen (E-Stoffe), geschickten nicht deklarierungspflichtigen Verfahren wird es dann stabilisiert, haltbar gemacht, angesäuert, abgemildert. Um satt zu werden benötigt man eine halbe Packung Brot. Nicht mit mir!

Deshalb habe ich mich mit dem Sauerteigbrot beschäftigt und in die Praxis umgesetzt. In mein Brot kommt Roggen, Wasser und Salz – ab und zu mal ein paar Körner oder Treber. Das Brot ist Weizen- & Hefefrei! Das Roggenkorn schrote ich kurz vor dem backen selber.

Die nach Aprikosen duftende Sauerteigkultur wird mit einer kontrollierten Temperaturstaffelung geführt. Die Kultur wird als Triebmittel zur Lockerung des Brotes eingesetzt und macht Roggenteige backfähig. Die Sauerteig-Kultur nimmt weiterhin positiven Einfluss auf die Verdaulichkeit, Aroma, Geschmack, Haltbarkeit und Schnitt der Brote. Natürliche Inhaltsstoffe werden in ihrer ernährungsphysiologischen Funktion verbessert.

Bei dem selbstgebrauten Bier achten wir auf beste Zutaten. Ebenso sollte man auch bei anderen Nahrungsmitteln auf Qualität achten. Da man die beim Brot immer seltener bekommt & das Brot backen Spaß macht versucht es einfach mal.

Viele Infos bezüglich des Sauerteiges findet ihr unter folgender Adresse:
http://www.der-sauerteig.com/

Ich benutze einen Sauerteig-Rechner und erziele damit sehr gute reproduzierbare Ergebnise
http://holzbaecker.de/

Meine Sauerteigkultur wird bei genau eingestellten Temperaturen mittels Thermobox, Wasserbettenheizung und Thermostat geführt.

Es geht aber auch einfacher 😉

Ist der Teig erstmal fertig muss das Brot mehre Stunden gehen- mithilfe von Gärkörbchen kann man das Breit-Laufen reduzieren.

Danach werden die Brote auf Bleche gestürzt und Freigeschoben im Ofen gebacken. Dabei spielt die Temperaturführung & das Beschwaden ebenfalls eine Rolle.




Mich überzeugen der kernige Geschmack, die milde Säuerung und die ernährungsphysiologische Qualität.

Probiert es doch mal aus – solltet ihr eine Sauerteigkultur benötigen welche schon Jahre geführt wird und mir von einem Hobbybrauer zugeschickt wurde – schreibt mir einfach mal eine Email.

Dementsprechend – gut Brot zum Bier!
Fabian

von Freubreu Veröffentlicht in Brot

HowTo- Hefe ernten& Hefe lagern

 

Hallo Zusammen beim How-To- Hefe ernten & Hefe lagern,

Heute zeig ich euch, wie man einfach und ohne irgendwelche großartigen Hilfsmittel Hefe nach einem Sud lagern kann.

Die Hefe ist in dem von mir gezeigten Lagerzustand mehrere Monate haltbar. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass eine 6 Monate gelagerte Hefe nach einem Tag im Starter eine ausgeprägte Gäraktivität aufzeigt.

Schritt 1 – Das Hefewaschen
Die Anleitung zum Hefe-Waschen wird in einem Youtube-Video erklärt.

!Nach der Hauptgärung verbleibt der Hefebodensatz im Gärfass.

(1)Den Bodensatz löffeln wir aus dem Fass in ein ausreichend großes Gefäß und versetzen diesen mit Wasser. Gut einrühren und ein paar Stunden in den Kühlschrank oder Keller. Die Hefe sollte nach dieser Zeit gut sedimentiert sein.

(2) Das überstehende Wasser gießen wir ab, die Hefe gießen wir dann in ein neues Gefäß. Wir gießen diese solange ab, bis wir einen verfärbten Bodensatz sehen. Dieser bleibt zurück und wird verworfen

(3) Die Prozedur kann man ruhig ein paar Mal wiederholen.

(4) Nun fangen wir die saubere Hefe im Messbecher auf und verdünnen etwas mit Wasser.

(5) Die gesamte Flüssigkeitsmenge im Messbecher wird jetzt auf 1%-Kochsalz eingestellt. Dadurch ist die Lösung isotonisch, den Hefezellen wird kein Wasser entzogen, der osmotische Druck liegt bei Null.
-> Bei einem Liter  Lösung bedeutet dass – wir rühren 10gr Salz ein.

(6) Die Lösung wird nun in Flaschen/Einmachgläser oder ähnliches gegeben. Ganz wichtig ist, dass es kein  abgeschlossenes Gefäß ist. Ich verwende Gärröhrchen oder auf den Einmachgläsern Filterwatte durchgezogen durch ein Loch im Deckel. Hat die Hefe keine Nährstoffe mehr verfügbar greift sie auf innere Reserven zurück. Bei diesem Stoffwechselweg wird ebenso CO2 gebildet. Haben wir das System verschlossen kann es zum platzen kommen. Ich habe gehört das deshalb jemand seine Küche neu streichen musste …

(7) Gut beschriften und ab in den Kühlschrank/ kühle Kammer.

Anmerkung – im Video wird nur der feste Bodensatz aufbewahrt welcher nach ein paar Tagen gut sedimentiert verbleibt. Nach meiner Methode kann man nach einigen Tagen das überstehende Wasser abgießen und mit isotonischer Lösung auffüllen.

Meine Erfahrung hat wie gesagt gezeigt, dass die Nottingham-Hefe so 6 Monate haltbar war und ein super leckeres Bier erzeugt hat. Die Hefe führe ich ein paar Tage vor dem Brautag in einem Würzestarter her. Dazu vllt. bald mehr.

Ich freu mich auf Anmerkungen, Verbesserungen und Kritik,

Fabian

Anmerkung: Eine kalte Lagerung für diese Art von Hefelagerung ist unablässig. Wird diese Hefe in dieser Form warm gelagert, ist sie nach ein paar Wochen kaputt. Ein guter Lagerort ist der Kühlschrank.

Verkostung: Münchener Helles (morpheus_muc)

Das Bier kam mit einem gut übersichtlichen Datenblatt mit allen relevanten Daten. Dieses werde ich hier am Ende des Posts veröffentlichen.**

Geruch& Aussehen
Währe auf der Flasche ein Kronkorken gewesen hätte ich wohl jemanden erschossen. Das Bier plöppt mit nem atemberaubenden Tempo und Sound auf und das Bier kommt schneller als einem lieb ist :P – in der Beschreibung steht 6,98g/L Co2 – wieso soviel, war das so beabsichtigt? Dem Bier würde ein deutlich geringerer Co2-Gehalt besser stehen, so 5g/L.

Das Bier hat einen ausreichend standhaften schneeweißen Schaum, es kommt in einem hellgelben naturtrüb aus der Flasche. Die Lagerzeit lässt darauf schließen, dass das Sedimentationsverhalten der Hefe nicht sooo toll ist, finde das aber kein negatives Merkmal.

Nun zum Geruch – sau lecker! Es riecht frisch und blumig, die Hopfennase ist sehr aromatisch lecker. Der Saazer in der VWH und der Tettnanger passen hier anscheinend echt perfekt. Mein Bruder meint sogar etwas Holunderaroma wahrzunehmen. Wir drei sind von dem Geruch sehr überzeugt.

Geschmack
Um es gleich zu sagen – das Bier wirkt sehr ausgewogen und balanciert. Es besitzt einen schönen leichten malzigen Körper, der durch die aromatischen Hopfentöne gut gekontert wird. Wir hatten am selbigen Tag auch ein anderes helles und konnten so sehr gut sagen dass in deinem Bier der leichte Malzkörper besser präsent ist. Es ist eben genau das, was wir bei dem Bier davor vermisst hatten.

Das Bier ist sau gut – mein Bruder sagt ich soll es genauso nachbrauen; Ich bin dafür, man sollte an dem Rezept nichts verändern. Die Hefe ist zum Strippen in der Flasche verblieben, die kommt in die Hefebank ;)

Michael, wir drei danken dir für das leckere Tröpfchen. Und wir sind ausgesprochen beeindruckt von diesem Bier beim zweiten Sud. Da kann ich auch verstehen wieso du deine Anlage so optimistisch vergrößerst ;)

Grüße,
Fabian, Sebastian & Christian

**Das Datenblatt

Rechtsklick-> Grafik anzeigen (für die Großansicht)

 

von Freubreu Veröffentlicht in Bier