Freubreu´s Video: Fresh Hop Fuggles im Zeitraffer

Hey Zusammen,

Das Video ist zugegeben schon etwas älter, und die Einführung ist auch etwas zäh. Allerdings habe ich das Video noch nie veröffentlicht… Zeit das nachzuholen!

Gebraut wurde mit der eigenen Fuggles-Ernte, gleich Frisch und ohne jegliche Trocknung! Das hat schon ganz besondere Aromen in das Bier gebracht.

Auch der Malzkörper sowie die Farbe war nett!

Grüße,

Fabian

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Freubreu´s Tutorial: Richtig Läutern

Hallo Zusammen,

Wir haben vor einiger Zeit mal ein Tutorial zum Läuterprozess gemacht. Es gibt immer wieder nachfragen wie man richtig läutert, welchen Einfluss der Prozess auf die Sudhausausbeute nimmt. Das Video geht genau auf diese Fragen ein. Ebenso wird erläutert, wie man die richtige Menge an Nachgüssen abschätzt.

Viel Spaß:

von Freubreu Veröffentlicht in Bier, HowTo

Der Bau der Flaschenspühlmaschine

Guten Tag Zusammen,

Flaschen Waschen ist eine zeitaufwendige Arbeit. Man möchte hygienisch arbeiten, Rückstände müssen ausgeschlossen werden. Flaschen lassen sich natürlich auch in mehreren Schritten per Hand waschen. Das ganze macht mir allerdings nicht so viel Spaß.

Dementsprechend wurde eine Flaschenwaschmöglichkeit aufgebaut.Der Aufbau ist folgendermaßen gestaltet:

Das ganze ist Halbautomatisch und läuft in mehreren Schritten ab.

#0 Etiketten entfernen

#1 Flaschen von außen Reinigen

#2 Plöpp-Bügel ablösen zum abkochen

#3 Flaschen mit basischer Waschsoda-Lösung von innen reinigen

#3 Flaschen mit saurer Lösung nachspühlen um Rückstände zu entfernen

#4 Auf dem Kopf lagern

#5 Bier genießen

Soweit sieht es aus. Wie ich das ganze noch optimiere, wird sich zeigen 😉

Stay tuned,

Fabian

von Freubreu Veröffentlicht in HowTo

Simcoe Smasher: vom Brautag bis zum ersten Schluck

Guten Abend Zusammen,

Schon lange kam von mir nichts mehr auf dem Blog. Das lag unter anderem daran, dass ich mit meiner Bachelorarbeit und mit meinen aktuellen Traineeprogramm etwas eingespannt war 😉 DAS wird natürlich aufgeholt.

Mit diesem Thread möchte ich meinen mittlerweile optimierten Brauprozess darstellen. Es beginnt bei der Vorbereitung der Hefe, und endet mit einem Tasting des Bieres! Ich werde bewusst mit vielen Bildern arbeiten um so einen guten Eindruck zu vermitteln.

Ein paar Tage vor dem Brautag

Entsteht das Rezept. Die Rezeptur entscheidet über das Endprodukt! Die erste Frage ist dementsprechend: Was möchte ich eigentlich? Die Antwort war folgende:

Ein sommerliches Bier mit feinem Malzkörper. Dem gegenüber eine frische und hervorgehobene Bittere. Im Geruch dominante fruchtige Hopfenstopf-Aromen. Dem Simcoe werden Aromen von Maracuja, Aprikose, intensive Kiefer und holzige Aromen nachgesagt. Schaun wir mal!

Solltet ihr das Rezept nachbrauen, so passt bitte die Hauptguss- & Nachgussmenge auf eure Anlage an.

1 Tag vor dem Brauen

.. wird die Hefe (US-05) und das Malz vorbereitet

Die Hefe wurde in 10°P Malzextraktlösung eingerührt. Muss bei trockener Hefe nicht sein, allerdings wollte ich ein Päkchen für 40L verwenden. Dementsprechend lohnt es sich die Hefe etwas zu vermehren.

Das Malz kommt mittlerweile aus dem 25KG Sack… dabei spart man ordentlich Geld. Das Malz wird frisch vor dem Brauen abgewogen und anschließend geschrotet.

Am Brautag…

wird die Anlage aufgebaut

Danach wird entsprechend der Hauptguß eingefüllt und das Wasser mit Milchsäure und Calciumchlorid behandelt! Das sorgt dafür, dass der Hopfen weicher schmeckt.. die Wasserwerte müssen immer entsprechend der eigenen Wasserwerte bearbeitet werden…sollte dies sinnvoll sein.

Anschließend wird eingemaischt..

Nach dem Maischen wird abgeläutert.. Der innenliegende Panzerschlauch dient als Läuterhilfe, sodass direkt aus dem Maischetopf abgeläutert werden kann. Es wird direkt auf den Teil des Hopfens geläutert, der als Vorderwürzehopfung verwendet wird.

Der Hopfen als Vorderwürzehopfung

Ich läuter, bis die Stammwürze zirka 2°P unter dem Zielwert liegt. Das ist auf meiner Anlage der Wert, der bei dieser Biermenge über die Hopfenkochzeit verdampft.

Nachdem das Läutern abgeschlossen ist säubere ich den Topf, entferne den Panzerschlauch und gieße die Würze zurück in mein Topf. Dann gehts ab auf den Brenner. Hopfenkochen!

Nach dem Hopfenkochen wird ein starker Strudel erzeugt, der Whirlpool… dabei sammeln sich die ausgefallenen Trübstoffe im Topfmittelpunkt.

Nach zirka 15-20 Minuten kann runtergekühlt werden. Dazu verwenden wir einen Plattenwärmetauscher. Das Kühlwasser wird aufgefangen, um damit Brauutensilien und Fässer zu reinigen

Und dann sieht man den Effekt des Whirlpools! Dadurch werden die meisten Trübstoffe, denaturierte Eiweiße und Hopfenpartikel zurückgehalten. Der Rest wird durch den Sputnikfilter herausgeholt.

Und nach dem kühlen… erstmal ne Pause 😀

Nach der Pause wird der Sud dann mit der Hefe angestellt. Zuerst wird in der Würze schön Luft untergeschlagen, danach kommt die Hefe dazu:

Damit Endet der Brautag… Wenn da nicht das aufräumen wäre 😛

Die Gärung

Die Gärung treibt die Hopfenharze an die Oberfläche.. Nach ein paar Tagen ist die Gärung schon größtenteils vorbei.

Die Gärung ist abgeschlossen wenn kein Co2 mehr gebildet wird.. Die Werte für dieses Bier gestalten sich nach folgendermaßen

Nach der Gärung kommt die spontane Entscheidung

Ein Teil des Sudes (12l) wird mit Holunderblüten gestopft..3g/l werden hier eingesetzt… letztes Jahr wurden 6g/l verwendet, das war schon sehr intensiv! Die Hauptmenge wird natürlich mit 4g/l Simcoe-Hopfen gestopft.. Der Sud bleibt weiterhin auf der Hefe.

12L Bier laufen auf die Holunderblüten…

Auf den Rest werden die Hopfenpellets aufgestreut!

Der Hopfen wird bei mir für zirka 7 Tage gestopft. Andere lassen den Hopfen für gute 14 Tage einwirken und geben die Hopfenstopfmenge in 2 Gaben. Teste ich beim nächsten mal.

Das Abfüllen

Das Bier wird bei uns gleich in Fässer gefüllt. Damit wir keine Hopfen- / Holunder-Feststoffe mit in die Fässer kriegen, filtern wir das Bier durch den Sputnikfilter.. dieses mal haben wir ein 1µm Filter verwendet. Dies ist ein Versuch das Bier schon möglichst von Trubstoffen zu befreien.. Beim Filtern wird unter dem Filter Co2 eingeströmt, damit das Bier nicht mit dem Sauerstoff oxidiert.

Zurück bleibt der Hefebodensatz mit Hopfenschmodder

Die Fässer werden danach direkt mit der Co2-Flasche aufcarbonisiert.. Das mach ich auch nicht regelmäßig, aber der Sputnik dürfte die Hefe mit rausgefiltert haben.

To be continued

von Freubreu Veröffentlicht in Bier, HowTo

HowTo- Hefe ernten& Hefe lagern

 

Hallo Zusammen beim How-To- Hefe ernten & Hefe lagern,

Heute zeig ich euch, wie man einfach und ohne irgendwelche großartigen Hilfsmittel Hefe nach einem Sud lagern kann.

Die Hefe ist in dem von mir gezeigten Lagerzustand mehrere Monate haltbar. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass eine 6 Monate gelagerte Hefe nach einem Tag im Starter eine ausgeprägte Gäraktivität aufzeigt.

Schritt 1 – Das Hefewaschen
Die Anleitung zum Hefe-Waschen wird in einem Youtube-Video erklärt.

!Nach der Hauptgärung verbleibt der Hefebodensatz im Gärfass.

(1)Den Bodensatz löffeln wir aus dem Fass in ein ausreichend großes Gefäß und versetzen diesen mit Wasser. Gut einrühren und ein paar Stunden in den Kühlschrank oder Keller. Die Hefe sollte nach dieser Zeit gut sedimentiert sein.

(2) Das überstehende Wasser gießen wir ab, die Hefe gießen wir dann in ein neues Gefäß. Wir gießen diese solange ab, bis wir einen verfärbten Bodensatz sehen. Dieser bleibt zurück und wird verworfen

(3) Die Prozedur kann man ruhig ein paar Mal wiederholen.

(4) Nun fangen wir die saubere Hefe im Messbecher auf und verdünnen etwas mit Wasser.

(5) Die gesamte Flüssigkeitsmenge im Messbecher wird jetzt auf 1%-Kochsalz eingestellt. Dadurch ist die Lösung isotonisch, den Hefezellen wird kein Wasser entzogen, der osmotische Druck liegt bei Null.
-> Bei einem Liter  Lösung bedeutet dass – wir rühren 10gr Salz ein.

(6) Die Lösung wird nun in Flaschen/Einmachgläser oder ähnliches gegeben. Ganz wichtig ist, dass es kein  abgeschlossenes Gefäß ist. Ich verwende Gärröhrchen oder auf den Einmachgläsern Filterwatte durchgezogen durch ein Loch im Deckel. Hat die Hefe keine Nährstoffe mehr verfügbar greift sie auf innere Reserven zurück. Bei diesem Stoffwechselweg wird ebenso CO2 gebildet. Haben wir das System verschlossen kann es zum platzen kommen. Ich habe gehört das deshalb jemand seine Küche neu streichen musste …

(7) Gut beschriften und ab in den Kühlschrank/ kühle Kammer.

Anmerkung – im Video wird nur der feste Bodensatz aufbewahrt welcher nach ein paar Tagen gut sedimentiert verbleibt. Nach meiner Methode kann man nach einigen Tagen das überstehende Wasser abgießen und mit isotonischer Lösung auffüllen.

Meine Erfahrung hat wie gesagt gezeigt, dass die Nottingham-Hefe so 6 Monate haltbar war und ein super leckeres Bier erzeugt hat. Die Hefe führe ich ein paar Tage vor dem Brautag in einem Würzestarter her. Dazu vllt. bald mehr.

Ich freu mich auf Anmerkungen, Verbesserungen und Kritik,

Fabian

Anmerkung: Eine kalte Lagerung für diese Art von Hefelagerung ist unablässig. Wird diese Hefe in dieser Form warm gelagert, ist sie nach ein paar Wochen kaputt. Ein guter Lagerort ist der Kühlschrank.