Unsere Brauutensilien im Überblick

Die Anlage am Brautag

Das Rührwerk


Das Rührwerk sorgt für eine gute Durchmischung der Maische. Dadurch können die Enzyme effektiver die Stärke spalten, ein Anbrennen wird ebenso verhindert. Es nimmt einem die ständige Rührarbeit am Maischetopf ab!

Die Kombination aus Maischebottich und Läuterbottich!


Hier sieht man unseren Brautopf in dem gemaischt und geläutert wird. Durch den im Topf liegenden Panzerschlauch kann nach der Maischearbeit die Würze abgezogen werden. Das Drahtgeflecht fungiert wie ein Filter. Sobald man den Hahn öffnet entsteht ein Sog wodurch sich die Spelzen des Malzes um die Löcher lagern. Nach 1-2Litern hat man so einen perfekten Filter und die Würze läuft klar!

Plattenwärmetauscher und Sputnikfilter


Nach dem Hopfenkochen wird mithilfe des Plattenwärmetauschers die Würze auf ~20°C heruntergekühlt. Dabei wird die Wärme der Würze auf das kalte Wasser übertragen. Der Sputnikfilter besitzt eine Maschenweite von 200µm. Dadurch werden auch Feinstpartikel herausgefiltert, der Hopfen und Trübstoffe verbleiben im Whirlpool oder Filtergewebe.

Messgerätschaften für die Würzeanalyse, Wasserbearbeitung

Möchte man ein Rezept korrekt nachbrauen, ist ein wichtiger Parameter die Stammwürze. Die Stammwürze in °P/°Brix gibt den Zuckergehalt/Flüssigkeitsmenge an. Die Messung basiert auf unterschiedlichem Dichtewert oder Brechungsverhalten des Lichtprismas.


Calciumchlorid-Dihydrat: Wird eingesetzt um das Verhältnis Chlorid/Sulfat zu verbessern
Milchsäure: Wird eingesetzt um die Restalkalität des Wassers zu reduzieren
Spindel/Refraktometer: s.o.

Sputnikfilter: s.o.
Brauerjod: Stärketest
Traubenzucker(Dextrose): Einstellung CO2-Gehalt

Das Thermometer/ Thermostat


Ebenfalls wichtig ist ein Thermometer. Während des Maischeprozesses müssen verschiedene Temperaturen genau eingehalten werden. Ein Thermometer mit digitaler Anzeige und einer Genauigkeit von 0,1°C ist hier sehr hilfreich.


Durch meine Verkabelung ist es ebenfalls möglich das Gerät als Thermostat zu verwenden. So lässt sich eine Tiefkühltruhe beispielsweise auf 10-12°C temperieren was essentiell ist für eine untergärige Hefeführung.

Equipment für die Fasstechnik


Zapfköpfe sind essentiell notwendig um das Fass mit diversen Schläuchen, Co2-Flasche und Bierleitung zu verbinden. Im Prinzip gibt es drei verschiedene Fass-Systeme/Fittinge. Flachfittinge/Kombifittinge und Korbfittinge. Für diese „Anschlüsse“ brauch man jeweils verschiedene Zapfköpfe, welche ich verwende seht ihr auf dem Bild.
Das Manometer dient der Druckkontrolle im Fass. Es kann von der Bar-Anzeige der Co2-Gehalt in g/l umgerechnet werden. Ebenso kann man gezielt Druck ablassen und so den Co2-Gehalt einstellen.
Das Absperrorgan dient dem Verschluss einzelner Leitungen wenn diese nicht benötigt werden.
Die Co2-Flasche wird benötigt um beispielsweise mit Druckerhöhung auf die Flüssigkeitssäule das Bier gezielt aus dem Fass in das Glas zu befördern 😉

Der Gegendruckabfüller

Der Gegendruckabfüller dient dazu, das Bier aus dem Fass in die Flasche umzufüllen. Gegendruck deswegen, weil das Bier bereits fertig vergoren und gelagert ist und der Co2-Gehalt bereits eingestellt ist. Es wird daher die Flasche mit demselben Druck vorgespannt der auch im Fass herrscht. Das Bier läuft, sobald man über das Ventil am Gegendruckabfüller den Druck langsam aus der Flasche ablässt. Durch dieses System ist es möglich, das Bier ohne Kontakt mit Sauerstoff und Schaumfrei abzufüllen. Ebenso verbleibt der Hefe & Trübbodensatz im Fass und das Flaschenbier hat keinen Bodensatz mehr!

Die Reinigungsmittel


Bei mir wird ganz ähnlich dem Verfahren der Brauereien gereinigt.

Soda– mithilfe einer Soda-Lösung wird auf basischem Wege gereinigt. Alkali löst Schmutz und emulgiert Fette.
Zitronensäure – nach der Reinigung mit Soda verwendet man eine Säure-Lösung. Dabei werden vor allem Kalk- sowie die entstandenen Sodarückstände gelöst und entfernt.
70%iger Ethanol/ 70%iger Isopropanol dient der Desinfektion sensibler Gegenstände um Kontaktkeime zu reduzieren.

Lager

Meine Schrotmühle

Mein Malz mahle ich selber- es ist ähnlich wie beim backen. Lagert man das Mehl länger, so verliert es an Geschmack, die Qualität nimmt ab. Daher lager ich mein Malz luftdicht in Tonnen und schrote erst am Brautag.
Die Mühle (Porkert) ist durch eine Bohrmaschine automatisiert.




Beim Schroten sollte das Ergebnis möglichst so gestaltet sein, dass die Spelzen (die äußere Hülle des Korns) möglichst vollständig erhalten bleiben. Der Mehlkörper sollte allerdings frei liegen damit die Stärke gut aus dem Korn gewaschen werden kann. Die Spelzen hingegen sind ganz entscheidend bei dem Läutern. Diese lagern sich um den Panzerschlauch und bilden dadurch ein Filterbett.

3 Kommentare zu “Unsere Brauutensilien im Überblick

  1. Hallo
    beim „Equipment für die Fasstechnik“ sitzt das Ventil glaube ich am Bierauslass. Das sollte eigentlich nicht funktionieren.

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