Simcoe Smasher: vom Brautag bis zum ersten Schluck

Guten Abend Zusammen,

Schon lange kam von mir nichts mehr auf dem Blog. Das lag unter anderem daran, dass ich mit meiner Bachelorarbeit und mit meinen aktuellen Traineeprogramm etwas eingespannt war 😉 DAS wird natürlich aufgeholt.

Mit diesem Thread möchte ich meinen mittlerweile optimierten Brauprozess darstellen. Es beginnt bei der Vorbereitung der Hefe, und endet mit einem Tasting des Bieres! Ich werde bewusst mit vielen Bildern arbeiten um so einen guten Eindruck zu vermitteln.

Ein paar Tage vor dem Brautag

Entsteht das Rezept. Die Rezeptur entscheidet über das Endprodukt! Die erste Frage ist dementsprechend: Was möchte ich eigentlich? Die Antwort war folgende:

Ein sommerliches Bier mit feinem Malzkörper. Dem gegenüber eine frische und hervorgehobene Bittere. Im Geruch dominante fruchtige Hopfenstopf-Aromen. Dem Simcoe werden Aromen von Maracuja, Aprikose, intensive Kiefer und holzige Aromen nachgesagt. Schaun wir mal!

Solltet ihr das Rezept nachbrauen, so passt bitte die Hauptguss- & Nachgussmenge auf eure Anlage an.

1 Tag vor dem Brauen

.. wird die Hefe (US-05) und das Malz vorbereitet

Die Hefe wurde in 10°P Malzextraktlösung eingerührt. Muss bei trockener Hefe nicht sein, allerdings wollte ich ein Päkchen für 40L verwenden. Dementsprechend lohnt es sich die Hefe etwas zu vermehren.

Das Malz kommt mittlerweile aus dem 25KG Sack… dabei spart man ordentlich Geld. Das Malz wird frisch vor dem Brauen abgewogen und anschließend geschrotet.

Am Brautag…

wird die Anlage aufgebaut

Danach wird entsprechend der Hauptguß eingefüllt und das Wasser mit Milchsäure und Calciumchlorid behandelt! Das sorgt dafür, dass der Hopfen weicher schmeckt.. die Wasserwerte müssen immer entsprechend der eigenen Wasserwerte bearbeitet werden…sollte dies sinnvoll sein.

Anschließend wird eingemaischt..

Nach dem Maischen wird abgeläutert.. Der innenliegende Panzerschlauch dient als Läuterhilfe, sodass direkt aus dem Maischetopf abgeläutert werden kann. Es wird direkt auf den Teil des Hopfens geläutert, der als Vorderwürzehopfung verwendet wird.

Der Hopfen als Vorderwürzehopfung

Ich läuter, bis die Stammwürze zirka 2°P unter dem Zielwert liegt. Das ist auf meiner Anlage der Wert, der bei dieser Biermenge über die Hopfenkochzeit verdampft.

Nachdem das Läutern abgeschlossen ist säubere ich den Topf, entferne den Panzerschlauch und gieße die Würze zurück in mein Topf. Dann gehts ab auf den Brenner. Hopfenkochen!

Nach dem Hopfenkochen wird ein starker Strudel erzeugt, der Whirlpool… dabei sammeln sich die ausgefallenen Trübstoffe im Topfmittelpunkt.

Nach zirka 15-20 Minuten kann runtergekühlt werden. Dazu verwenden wir einen Plattenwärmetauscher. Das Kühlwasser wird aufgefangen, um damit Brauutensilien und Fässer zu reinigen

Und dann sieht man den Effekt des Whirlpools! Dadurch werden die meisten Trübstoffe, denaturierte Eiweiße und Hopfenpartikel zurückgehalten. Der Rest wird durch den Sputnikfilter herausgeholt.

Und nach dem kühlen… erstmal ne Pause 😀

Nach der Pause wird der Sud dann mit der Hefe angestellt. Zuerst wird in der Würze schön Luft untergeschlagen, danach kommt die Hefe dazu:

Damit Endet der Brautag… Wenn da nicht das aufräumen wäre 😛

Die Gärung

Die Gärung treibt die Hopfenharze an die Oberfläche.. Nach ein paar Tagen ist die Gärung schon größtenteils vorbei.

Die Gärung ist abgeschlossen wenn kein Co2 mehr gebildet wird.. Die Werte für dieses Bier gestalten sich nach folgendermaßen

Nach der Gärung kommt die spontane Entscheidung

Ein Teil des Sudes (12l) wird mit Holunderblüten gestopft..3g/l werden hier eingesetzt… letztes Jahr wurden 6g/l verwendet, das war schon sehr intensiv! Die Hauptmenge wird natürlich mit 4g/l Simcoe-Hopfen gestopft.. Der Sud bleibt weiterhin auf der Hefe.

12L Bier laufen auf die Holunderblüten…

Auf den Rest werden die Hopfenpellets aufgestreut!

Der Hopfen wird bei mir für zirka 7 Tage gestopft. Andere lassen den Hopfen für gute 14 Tage einwirken und geben die Hopfenstopfmenge in 2 Gaben. Teste ich beim nächsten mal.

Das Abfüllen

Das Bier wird bei uns gleich in Fässer gefüllt. Damit wir keine Hopfen- / Holunder-Feststoffe mit in die Fässer kriegen, filtern wir das Bier durch den Sputnikfilter.. dieses mal haben wir ein 1µm Filter verwendet. Dies ist ein Versuch das Bier schon möglichst von Trubstoffen zu befreien.. Beim Filtern wird unter dem Filter Co2 eingeströmt, damit das Bier nicht mit dem Sauerstoff oxidiert.

Zurück bleibt der Hefebodensatz mit Hopfenschmodder

Die Fässer werden danach direkt mit der Co2-Flasche aufcarbonisiert.. Das mach ich auch nicht regelmäßig, aber der Sputnik dürfte die Hefe mit rausgefiltert haben.

To be continued

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von Freubreu Veröffentlicht in Bier, HowTo

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